GK Kulturkreis Senfmuseum

GK Kulturkreis besuchte das Kölner Senfmuseum

Am 12. Mai 2011 trafen sich ca 20 Kulturkreisteilnehmer auf dem Heumarkt am Reiterdenkmal.

Das Wetter war wieder wunderbar, eigentlich zu schade um in ein Museum zu gehen.

Als alle Angemeldeten da waren, gingen wir gemeinsam in Richtung „Schokoladen-Museum“, denn genau gegenüber befindet sich das „Senfmuseum“.

Die Kulturkreisleiterin Frau Kreuder, die alles organisiert hatte, konnte selbst leider nicht daran teilnehmen. Deshalb übernahm Frau Frank die Besichtigung und regelte alles vor Ort.

Was ist das Senfmuseum?

Das Kölner Senfmuseum ist eine historische Senfmühle. Dort steht eine Mühle aus dem Jahre 1810.

Sie ist auch heute noch in Betrieb. Im Vorraum kann man an vielen Bildern und Ausstellungsstücken die Arbeit an den Mühlen und die alten Mühlen sehen.

Geschichtlich reicht der Ursprung bis ins 18. Jahrhundert zurück.

Diese Mühle zählt zu den ältesten in Europa. Die Mühlen wurden 1931 restauriert und in Belgien betrieben.

Später wurden sie nach Holland verkauft. Im Jahre 1993 stellten sie ihre Dienste ein.

Der Senfmüller Wolfgang Steffens erwarb dann 1997 die technischen Denkmäler und mußte sie mit viel Mühe und Fleiß wieder herrichten.

1999 begann Herr Steffens mit seiner 1. Senfmühle in Birgel / Vulkaneifel. Später im Jahr 2001 eröffnete er in Cochem-Cond ein produzierendes Senfmuseum.

2009 nahm er in Köln am Holzmarkt die 2. Senfmühle in Betrieb. Die Senfherstellung geschieht wieder wie in alten Zeiten in der vollständigen Bandbreite nach orginalen Rezepturen aus dem 15. Jahrhundert und aus dem Jahr 1820, die Rezepte bleiben ein Betriebsgeheimnis.

Das Ziel ist es, Senf so herzustellen, wie man es früher gemacht hat. Herr Steffens erhielt für die Spitzenqualität bereits 5 Goldmedallien und eine Silbermedallie.

Die Besichtigung folgte und in einem Vortrag wurde uns der gesamte Herstellungsprozeß erläutert und an der alten Mühle vorgeführt.

Die Teilnehmer waren sehr angetan von dem, was ihnen dort gezeigt wurde.

Der Senf wird hier kalt gemahlen, dazu dreht ein 525 kg schwerer Mühlstein den Senfkörnern ihre wertvollen ätherischen Öle und natürlichen Inhaltsstoffe vollwertig heraus.

Es werden ausschließlich Naturgewürze und keine Aromastoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker usw. verwendet.

Nach ca. 1 Stunde Vorführung und Erläuterung konnte sich noch jeder nach seinem Geschmack mit den leckeren Senfarten eindecken und sie auch vorher mal probieren.

Es war sehr aufschlußreich und wen diese Sache ebenfalls interessiert, der kann dort jederzeit einkaufen oder an einer Führung teilnehmen.

Anschließend verabschiedeten sich die Teilnehmer und freuen sich schon auf die nächste Besichtigung.


Ihr Günther Klefisch < zu den Bildern >